TiO₂-Preisprognose: Schwache Nachfrage hält an, doch weitere Rückgänge könnten begrenzt bleiben. (2026-07-24 to 2026-07-31)
Käufer-Zusammenfassung: Der chinesische TiO₂-Markt blieb schwach, nachdem ein führender Hersteller seine Listenpreise gesenkt hatte und mehrere weitere Produzenten mit Anpassungen von etwa 44–73 USD/Tonne folgten. Die schwache Nachfrage im nachgelagerten Bereich, steigende Lagerbestände und intensiver Wettbewerb belasteten weiterhin die Transaktionen. Hohe Kosten für Schwefel und Schwefelsäure könnten jedoch den Spielraum für weitere flächendeckende Preissenkungen begrenzen. Käufer dürften weiterhin differenzierte und individuell ausgehandelte Angebote erhalten.
1. Marktanalyse für Titandioxid (TiO₂)
- Nachdem ein führender Titandioxidhersteller seine Listenpreise gesenkt hatte, folgten mehrere weitere Produzenten mit Preisreduzierungen von etwa 44–73 USD/Tonne, wodurch der Druck auf den Inlandsmarkt weiter zunahm.
- Die Nachfrage und die Beschaffungsaktivität im nachgelagerten Bereich blieben schwach, während die Auslieferungen insgesamt nur langsam verliefen. In einigen Werken stiegen die Lagerbestände weiter an, sodass die Produzenten ihre Produktionsmengen kontrollierten, was im Juli zu einem Rückgang der TiO₂-Produktion beitrug.
- Der Wettbewerb im Markt für TiO₂ aus dem Chloridverfahren blieb intensiv, und auch dort gaben die Preise nach. Die Preisdifferenz zwischen TiO₂ aus dem Sulfat- und dem Chloridverfahren verringerte sich, wodurch sich die Marktdifferenzierung weiter verstärkte.
- Obwohl die Lieferanten weiterhin unter Lager- und Versanddruck standen, begrenzten die hohen Produktionskosten ihre Möglichkeiten für weitere deutliche Preissenkungen. Die meisten Transaktionen wurden weiterhin individuell ausgehandelt.
| Produkt | Vorwoche (27. Woche, 2026) |
Aktuelle Woche (28. Woche, 2026) |
Wöchentliche Veränderung |
|---|---|---|---|
| Anatase | 130 | 127 | -3 |
| Rutil | 132 | 129 | -3 |
Methodik des Preisindex: Der Preisindex wird auf Grundlage der Durchschnittspreise der zehn größten Hersteller in China berechnet, wobei der Basiswert zum 1. Januar 2026 auf 100 festgelegt wurde.
2. Markttrends bei Titandioxid-Pigmenten
- Die inländischen Ilmenitpreise gaben weiter nach, da die geringere TiO₂-Produktion die Rohstoffnachfrage reduzierte. Die aktuellen Preise liegen bei etwa 179–186 USD/Tonne für Panzhihua-Ilmenit mit 46 % TiO₂ und bei 203–211 USD/Tonne für Panzhihua-Ilmenit mit 47 % TiO₂.
- Die Notierungen für importierten Ilmenit lagen weiterhin bei etwa 220–230 USD/Tonne CIF für Material aus Mosambik, 200–215 USD/Tonne FOB für vietnamesisches Material der Qualität B und 220–240 USD/Tonne CIF für australisches Material. Die Marktangebote blieben jedoch stark differenziert.
- Die Schwefelsäurepreise gaben in ausgewählten Regionen nach, blieben jedoch relativ hoch. Die aktuellen Preise liegen bei etwa 231–243 USD/Tonne für 98%ige Hütten-Schwefelsäure frei geliefert in Yunnan und bei 254–269 USD/Tonne frei geliefert in Hubei.
- Die hohen Schwefelpreise stützten weiterhin die Produktionskosten für Schwefelsäure. Zwei TiO₂-Werke haben kürzlich ihre Säureversorgung von schwefelbasierter Säure auf Hütten-Schwefelsäure umgestellt, um ihre Rohstoffkosten besser zu kontrollieren.
- Obwohl niedrigere Ilmenit- und Hütten-Schwefelsäurepreise für eine gewisse Kostenentlastung sorgten, blieben die Produzenten im Sulfatverfahren unter erheblichem Kostendruck, wodurch der Spielraum für weitere deutliche TiO₂-Preisanpassungen begrenzt wurde.
3. Marktausblick
- Der kurzfristige TiO₂-Preisausblick bleibt schwach, da die langsame Beschaffungsaktivität, steigende Lagerbestände und der starke Wettbewerb unter den Lieferanten die Marktstimmung weiterhin belasten.
- Selektive Anpassungen der Notierungen könnten bei Produzenten mit höherem Versand- und Lagerdruck anhalten. Hohe Schwefelsäurekosten und gedrückte Margen dürften jedoch das Ausmaß weiterer Preissenkungen begrenzen.
- Die im Juli reduzierte Produktion könnte einen Teil des Angebotsdrucks schrittweise verringern. Die Wirkung dürfte jedoch begrenzt bleiben, bis sich die Nachfrage nach Lagerauffüllungen im nachgelagerten Bereich spürbar erholt.
- Der Wettbewerb zwischen TiO₂ aus dem Sulfat- und dem Chloridverfahren dürfte intensiv bleiben. Die Notierungen könnten je nach Produktionsverfahren, Lagerbestand und Kostenstruktur des Lieferanten weiterhin erheblich variieren.
- Für Käufer könnte der aktuelle Markt günstige Verhandlungsmöglichkeiten bieten. Bei Beschaffungsentscheidungen sollten jedoch auch der Produktionsstatus des Lieferanten, die Liefersicherheit und das Risiko häufiger Angebotsänderungen berücksichtigt werden.
Markthinweis: Aufgrund der hohen Marktvolatilität können Preise häufig angepasst werden. Für die genauesten und aktuellsten Daten konsultieren Sie bitte info@tinoxchem.de.
- Weitere Berichte: TiO₂-Marktbericht